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Welcher Bodenbelag passt zu mir?
Teil 2 – Designböden

Der zweite Teil meiner Serie „Welcher Bodenbelag passt zu mir“ setzt mit einem neuen Thema fort. Dem Designboden. Auch als Vinylboden bekannt.
Im ersten Teil haben wir uns bereits ausführlich mit den Holzböden beschäftigt. Eigenschaften, Vorteile und Anwendungsgebiete der Holztypen Parkett-, Kork oder Linoleum sind Ihnen jetzt bekannt. Haben Sie nicht mehr alles im Gedächtnis? Hier können Sie nachlesen!

Wenn Sie bereits durch Einrichtungsmagazine und Herstellerbroschüren blättern, werden Sie den Begriff „Designboden“ schon mehrmals überflogen haben.
Designboden klingt ansprechend, darüber sind wir uns sicherlich einig. Aber was genau verbirgt sich hinter dem wohlklingenden Ausdruck?
Um einfach verständlich in die Materie einzusteigen, muss zuerst die Charakteristik von Vinylböden erklärt werden.
Vinylbeläge werden häufig synonym mit Designbelägen verwendet. Sind das also exakt dieselben Böden unter griffigerem Namen?

Designboden = Vinylboden?

So einfach ist es nicht. Die Differenzierung ist deshalb schwierig, weil Designböden im Unterschied zu anderen Hartböden nicht alle aus denselben Materialien gefertigt werden. Parkett besteht aus Echtholz, ein Korkboden besteht aus mehreren Schichten verdichtetem Kork – einem Erzeugnis aus der Rinde der Korkeiche und Linoleum wird aus Leinöl und verschiedenen Naturharzen gefertigt.
Designböden bestehen nicht aus demselben Material bzw. denselben Materialschichten.
Anders ausgedrückt, mehrschichtige Vinylböden mit massivem Trägerplatten zählen zu den Designböden, aber nicht alle Designböden haben eine Vinyloberfläche.
Sehen wir uns zunächst die Materialstruktur von Vinylböden an.

Vinylböden

Aufbau und allgemeines zu Vinylböden

Moderne Vinylböden sind mehrschichtig aufgebaut. Vereinfacht gesagt bestehen Sie aus einer harten Trägerschicht, einer transparenten Nutzschicht, einer Dekorschicht und gegebenenfalls einem Oberflächenfinish. Stoffliche Grundlage der Oberfläche ist der Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid). Mit 70er-Jahre Nostalgie haben moderne PVC-Dekoroptiken aber nichts mehr zu tun. Durch zeitgemäße Drucktechnik können enorm authentische Designs in vielfältigen Varianten realisiert werden. Der eigenen Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Klassische Holzoptik im Wohnzimmer, stilvolle Keramik-Oberfläche im Bad, Steindekor für hochwertige Empfangshallen in Firmengebäuden und privaten Ateliers oder Teppichoptik in kunstvollen Mustern.
Nicht nur das umfangreiche Spektrum an verfügbaren Designs macht Vinylbeläge zu einer attraktiven Option für Ihre Fußboden-Gestaltung.
Hier sind die

Eigenschaften und Vorteile eines Vinylboden

  • Großes Gestaltungsspektrum.Vinylböden eignen sich für unterschiedlichste Anwendungen, ob Holz oder authentische Mineraldekore wie Granit oder Marmor. Auch Böden in Fließenoptik können optisch ansprechend verlegt werden.
  • Reinigung und Pflege: Vinyl ist wasserabweisend und resistent gegen Alkohol, Öle, Laugen oder Säuren. Durch seine glatte Oberfläche ist der Vinylboden einfach zu reinigen. Für nachhaltige Reinigung können Sie spezielle Vinylputzmittel verwenden. Für Beratung und entsprechende Produkte können Sie gerne zu mir in den Schauraum kommen.
  • Hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit: Wenn Wasser auf Holzböden trifft, können die Platten aufquellen und spröde werden. Vinyl besteht aus feuchtigkeitsabweisendem Kunststoff und kann folglich in Bad oder Küche verlegt werden. Auch Wunsch auch in Holzoptik! Vorsicht gilt nur bei der Verlegung von Vinylbelägen auf Teppichboden-Untergrund. Unter dem Vinylboden kann sich Schimmel bilden.
  • Raumakustik: Alleine durch seine Materialbeschaffenheit ist der Vinylboden geräuschhemmend. Zudem ist in vielen Vinylböden eine zusätzliche Trittschalldämmung integriert, so dass eine zusätzliche Dämmmatte nicht notwendig ist.
  • Gesundheitsfreundlichkeit: Vinylböden sind antibakteriell und bieten keine Nistplätze für Bakterien und Mikroorganismen. Folglich eignen Sie sich besser für Allergiker.
  • Strapazierfähigkeit: Vinyl ist als elastisches Material von Natur aus biegsam. Sobald die Beläge aber erst verlegt sind, kann die Bruchgefahr aber beinahe vollständig ausgeschlossen werden. Letztlich hängt die Strapazierfähigkeit der Vinylbeläge vom Einsatzgebiet ab. Ein schwerer Schrank kann einen Vinylboden beschädigen. Als Designbelag hat er aber den Vorteil, dass Oberflächenbeschädigungen leicht mit einem Reperaturset korrigiert werden können. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, kontaktieren Sie mich.
  • Vinylboden verlegen: Wie ein Vinylboden verlegt wird, hängt davon ab in welcher Form das Material vorliegt. „Bahnen“ werden auf sauberem Untergrund verklebt, während harte Böden mit HDF(Hochdichte Faserplatte)-Trägerplatte über die von Laminat-Böden bekannte Klick-Technik verlegt werden. Dazu erzähle ich Ihnen in einem Folgeartikel gerne mehr.

Es gibt zahlreiche Hersteller für Design- bzw. Vinylböden. Ich vertraue seit vielen Jahren auf Material-, Verarbeitungs- und Designqualität von Gerflor, Objectflor und Sonnhaus.

Vinylboden = PVC-Boden?

Im vorausgegangenen Kapitel habe ich bereits erklärt, dass PVC-Kunststoff die chemische Grundlage der Oberfläche eines Vinylbodens bildet. Als logische Folge muss man annehmen, dass ein Vinylboden ein schönerer Ausdruck für den PVC-Boden ist. Rein inhaltlich ist das richtig. Es handelt sich in beiden Fällen um elastische Bodenbeläge auf Polyvinylchlorid-Basis. Aber:
PVC-Beläge haben sich stark weiterentwickelt.
Durch technologischen Fortschritt gibt es tolle, authentische Dekoroptik. Nicht zu vergleichen mit alten, optisch nicht ansprechenden Belägen. Zudem ist die Beigabe von  Chemikalien strengen gesetzlichen Prüfkriterien unterworfen. Das bedeutet, dass sich heutzutage keine gesundheitsgefährdenen Schadstoffe in der PVC-Oberfläche finden.
Der Vinylboden ist also eine Weiterentwicklung der bekannten PVC-Böden.

Fazit

Vereinfacht gesagt, alle Vinyl- und PVC- Böden gehören zur Kategorie der Designböden. Nicht alle Designböden werden aber mit PVC-Oberfläche hergestellt. Einige Hersteller fertigen auch aus weichmacherfreien Kunststoffen wie PP oder PET, die Sie als Verpackung für Lebensmittel oder Textilien, sowie als Grundressource für die Herstellung von Plastikflaschen kennen. Optisch sind diese Böden für Laien kaum zu unterscheiden. Wenn Sie also auf der Suche nach einem vollständig weichmacherfreien Bodenbelag sind, empfiehlt sich ein Blick in die Produktinformation des Herstellers. Oder Sie vereinbaren einen individuellen Beratungstermin mit mir.

Wollen Sie noch mehr wissen?
Schreiben Sie mir eine Nachricht.

Christian Syrovatka

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